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Mittwoch, 01.10.2008, 12:30
Ich bin manchmal so verloren. Nicht als hätte ich etwas verloren, sondern als wäre ich verloren gegangen und niemand sucht nach mir. Es fällt gar keinem auf, dass ich verloren bin. Ich sitz verloren in einer Ecke und kann mich selbst nicht mehr finden. alles hat sich verselbständigt und ich kann gar nichts tun um es wieder einzufangen. Es entgleitet alles aus meinen Händen. Ich kann meine Träume nicht mehr sehen. sie sind so weit weg und wenn ich sie am Horizont doch noch erkennen kann, dann seh ich nicht, wie ich diese Träume erreichen könnte. Was die ganze Zeit über mein traum und die logischte Antwort für mich, auf die Frage, was ich einmal erreichen möchte in meinem Leben, war, ist nur noch ein unrealistischer "Traum". Ein Traum, der dann geringschätzig ausgesprochen wird, auf einmal fühlt man sich nicht mehr gut, weil man ein Ziel vor Augen hat und fest daran glaubt, auf einmal fühlt man sich nur noch als Träumer. ein Träumer, der die Welt so sieht, wie er sie sehen will, der träumt, weil er unter keinen Umständen in der Realität leben will. Wenn man an die Verwirklichung seiner Träume nicht mehr glaubt, hat man dann nicht alles verloren? auf einmal kommt man nicht mehr vom Platz, man dreht sich nur im Kreis und nichts, was man tut macht Sinn, denn nichts von dem was man tut, einen den Traum näher bringt. Was ist das für ein Leben, dass man einfach nur so vor sich hinlebt ohne Träume? Dann passiert irgendetwas, ein guter Engel redet auf dich ein oder ein Schicksalswink zeigt dir den weg und auf einmal ist der Traum wieder in greifweite, man kann ihn ganz deutlich sehen in den schönsten Farben gemalt. man ist nicht mehr verloren, der Traum hat einen wieder gefunden. ER war auch verloren, er passte zu keinem anderen, ausser zu mir, er hat mich gesucht. Es ist unvorstellbar wieviel so ein kleiner Traum ausmacht. Der Traum kann einem Lebensfreude und mut geben. Von einem winzigen Traum kann es abhängen wie man sich fühlt. Doch je öfter der Traum verschwindet, desto schwieriger wird es ihm wieder Vertrauen zu schenken, wenn er zurück kehrt. immer öfter lernt man einfach die andere Seite kennen, wo man seinen eigenen Traum tiefstapelt, wo man sagt, ich leb nicht in der Realität ich bin ein Träumer. Das was ich will werd ich nie erreichen. Ich bin verloren, ganz alleine ohne meinen Traum. Verloren in der Realität. Manchmal, ja. Wenn er ganz lange weg ist und sich ewig Zeit lässt mich wieder zu finden und ist er endlich wieder da, ist die Wiedersehensfreude so gross, dass es keine Realität mehr gibt, denn mein traum ist dann meine Realität. Mein Traum ist oft wie ein Schutzschild, dass alles abblockt, was ihm schaden könnte, nur gegen mich kann er sich nicht schützen. Ich will ihn nie kaputt machen, aber manchmal holen mich andere in die Realität zurück. sie wissen gar nicht was sie damit anrichten, wenn sie mit einem gezielten Nadelstich meine Seifenblase kaputt machen. Es dauert doch so lange bis sie wieder da ist und mir eingebläut hat, was ich will und was mein Ziel ist. Ohne sie bin ich verloren. Ohne meinen Traum.


Sonntag, 28.09.2008, 19:01
Ich darf dir nicht in die Augen sehen, du machst sie zu. Möchte dir mit meinen Fingerspitzen deine Gesichtszüge nachzeichnen, doch du hälst meine Hand zurück. Ein Teil deiner kleinen Welt sein würd ich gerne, aber du verschließt sie vor mir. Dir sagen für wie wundervoll ich dich halte, doch du verbietest mir den Mund. Dein Gesicht in meine beiden Hände nehmen, um dich runter zu holen, doch du wehrst mich ab. Meine Hand an deine Brust legen, ohne dass du einen Schritt zurück machst. Dir zu sagen, wie wichtig du mir bist, deine Freundschaft, aber du willst es nicht hören. Ich wünschte, ich könnte mal zu dir durchdringen, aber du baust eine Mauer auf, die unüberwindbar für mich ist. Du lässt mich deine Nähe nicht spüren, hälst den ausgestreckten Arm zwischen uns. Du verbietest mir jeglichen Kontakt zu dir, antwortest auf nichts, als wär ich ein Unbekannter. Ich darf deine Gefühlswelt durch meine Anwesenheit nicht durcheinander bringen, du lässt keine Regungen zu. Du gibst mir nicht die Chance ein Teil deines Lebens zu sein, damit ich dich nicht zum Nachdenken bringen kann. Du willst nicht, dass ich dich in Versuchung führe, willst, dass ich deine Nummer lösche. Darf dich nicht an der Hand nehmen und zu mir ziehen, steckst sie tief in deine Hosentaschen. Darf dir nicht zeigen, wie sehr du mir weh tust, sagst bin selber Schuld. Darf dir einfach nicht sagen, dass ich doch nur deine Freundschaft will, du lässt mich nicht dein Freund sein. Alles was du mich lässt, alles was ich darf und du mir nicht verbietest, ist, dich zu küssen.



Für eine Freundschaft, die auch wenn sie nicht mehr existiert einen fixen platz in meiner Erinnerung und meinm Herzen hat. Für R.


Sonntag, 28.09.2008, 18:58
Dieser Anruf mitten in der Nacht, ich werd ihn nie vergessen, in der Nacht vor meiner Abreise in den Urlaub, war nicht sonderlich fair. Okay, ich gebs zu, konntest du ja nicht wissen! Und auch nicht deine Mutter, aber wieso überhaupt dieser Anruf? Ich hatte dich schon fast vergessen, fast aus meinen Gedanken raus, nur noch ab und zu dachte ich an dein verschmitztes Lächeln, an deine schwarzen Augen und Haare, ganz, ganz selten sah ich dich in meiner Erinnerung schüchtern im Auto sitzen, weil du Angst hattest zu viele Fehler zu machen in unserer Sprache und so gut wie nie, dachte ich an den Tag, an dem ich mich in dich verliebt habe. Und dann kam dieser Anruf, der alles verändert hat, mein Leben, meine Einstellung aber nicht meine Gefühle zu dir. Es hätte alles so easy weiter gehen können, ich war auf dem Weg einen neuen Anfang zu machen, mit jemand anderen, das hab ich dann auch, aber nicht aus Liebe, sondern weil mich dieser Anruf so sehr verletzt hat. Es konnte so nicht lang gut gehen, ich suchte nur etwas was mich tröstet, was mir weiß macht, dass das gar nicht wahr ist, was mir deine Mutter erzählt hat am Telefon. Ich habs ja schon früher gehört von ein paar andern Leuten, aber ich dachte mir, die haben das sicher falsch verstanden, vielleicht war was mit der Verbindung bis nach Holland nicht in Ordnung. Es war für mich nicht wahr, bis zu dieser Nacht, als ich es von deiner eigenen Mutter hörte. Was hätt ich machen sollen? Ich hab mir selbst leid getan, ich saß verloren im Wohnzimmer, die Nacht war so leise, und ich wollte nicht mehr in Urlaub fahren. Saß nur da und dachte mir, das is doch nicht fair.
Tatsache ist, dass es wahr ist, tatsache ist, dass ich immer noch nicht genau weiß, wie was passiert ist, tatsache ist, dass ich immer noch drei Fotos von dir mit mir herumschlepp, ich geb dich nicht her. Tatsache ist, dass das Leben kein faires Spiel ist, und die Spielregeln hab ich sowieso noch nicht begriffen. Tatsache ist, dass ich in manchen Nächten immer noch an dich denken muss. Tatsache ist, dass ich lange nicht auf Motorräder mehr aufsteigen wollte, nicht weil ich angst hatte, sondern weil ich stink sauer auf sie war. Tatsache ist, dass ich mich in dieser Nacht sicher falsch entschieden habe, ich hätte auf deine Gedenkfeier gehen müssen.
Es tut mir Leid!

die Welt vermisst dich R


Sonntag, 28.09.2008, 18:55
Deine Lippen schmecken salzig. Die Tränen rinnen dir die Wangen runter. Sie haben sich schon unendlich viele Wege gebannt. Deine Wangen sind mit nassen Spuren durchzogen wie eine Landkarte. Was ist mir dir passiert? Du hast das früher nie gemacht, man zweifelte ob du überhaupt genug Gefühle besitzt um weinen zu können. Wenn du weintest, dann heimlich unter der Dusche und auch nur dreimal, als dein Herz gebrochen wurde durch den Tod. Und heute schau dich an. Da kommt ein Mann und gerade dieser schafft es dir wieder Leben einzuhauchen und soviel Gefühle, dass du es nicht mehr schaffst sie zu verstecken. Du weinst so viel seit er da ist. Du lachst auch viel, aber jede einzelne deiner Tränen tut mir weh. Oder musst du erst all das nicht geweinte über die Jahre, als es dir zugestanden wäre nachholen? Manchmal füllen sich deine Augen mir Tränen, sie sind knapp vorm überlaufen, du hast Angst zu zwinkern, und so wie nur eine Träne über den Rand kippt, ist es vorbei. Du schließt die Augen, und sie rinnen dahin, ganz leise suchen sie sich ihren Weg, jede einzelne Träne erzählt von deinem Schmerz. Manchmal liegst du im Bett neben dem Mann, der es schaffte deine Gefühle zu erwecken und weinst während er schläft, ganz leise, obwohl jede deiner Tränen am Liebsten zum Himmel schreien würde vor neuen ungewohnten schmerzhaften Gefühlen. Und manchmal kannst du gar nicht aufhören, du hast keine Macht mehr und solang dich niemand in den Arm nimmt und sagt „Es is okay“, hört der Fluss auch nicht wirklich auf. Du hast Angst vor manchen Gedanken, weil du es schaffst dich soweit zu bringen, dass du nicht anders kannst als die Tränen zu bemerken, die über dein Gesicht laufen. Deine Gefühle für Ihn bringen dich so oft zum Weinen ohne dass er es weiß. Er tut dir weh und will es nicht und weiß es auch nicht. Er hat dir das Lachen und er hat dir auch die Tränen geschenkt. Ich wünsche mir für dich, dass bald nur noch das Lachen überwiegt. Manchmal weinst du einfach, weil dein Kopf so voller Gedanken und Gefühle ist, die dich fertig machen, die dich nicht schlafen und essen lassen, die dich nicht mehr frei atmen und denken lassen, die du nicht bewältigen kannst und du hoffst, dass jede Träne einen Gedanken aus deinen Kopf mit nach draussen nimmt.


Sonntag, 28.09.2008, 18:51
„Glaubst du an das Schicksal“, hat sie mich mal gefragt. Eilig einige Gedankengänge in meine Vergangenheit unternommen, Nein, ist es Schicksal, dass man von einer Katastrophe in die nächste stolpert. Nie das findet, was man sucht und immer wie Dreck behandelt wird? Es gibt Leute, die Schicksal umschreiben, mit Ereignissen, die so kommen, wie sie kommen sollen, weil man sie nicht anders verdient hat. So schlecht kann ich in meinem Leben noch gar nicht gewesen sein, dass ich das alles verdient hätte. nein, daran konnte ich nicht wirklich glauben. Schicksal war für mich immer in Verbindung zu bringen, mit etwas Wunderschönen und Einzigartigen. Den Namen des Schicksals zu strapazieren, wenn es einem schlecht geht, war nie in meinem Sinn. Das Schicksal war also für mich eine genauso utopische Vorstellung, wie ein Märchenprinz, der eine Prinzessin aus dem Turmverlies befreit. Jedes kleine Mädchen, dass einmal ein solches Märchen hört, hat es wohl ein lebenlang im Hinterkopf. Ein Ritter in strahlender Rüstung, der die Prinzessin rettet und befreit. Gut ich bin keine Prinzessin, aber der Ritter in strahlender Rüstung hat mich trotzdem gerettet und befreit. Er hat mich vor mir selbst gerettet und befreit aus dem Leben, das in die falsche Richtung lief, herausgerissen aus einem selbstzerstörerischen Schema und auf Händen über die ersten Hürden hinweg in sein Schloss getragen. Klingt wie ein Märchen, ist vielleicht schön wie ein Märchen, aber bei weitem nicht so einfach. Wieso nagen den Prinzessinnen in solchen Geschichten nie Selbstzweifel? Wieso gibt es für sie die Garantie, bis an das Ende ihrer Tage glücklich mit ihren Prinzen leben zu dürfen? Wieso haben sie keine Angst? Nur weil es ein Märchen ist? Können Märchen nicht wahr werden? Oder geht es einfach nur Seite um Seite und man muss das Märchen erst selber schreiben? Wenn es anfängt wie ein Märchen, wär es doch nur fair, wenn es auch so beendet wird. Wenn einmal etwas Unglaubliches passiert, kann es doch wieder passieren, denn mein Prinz kam um mich zu retten.
Gestern traf ich sie wieder: „Glaubst du an das Schicksal?“ Ich sah sie an und lächelte: “Glaubst du an den Prinzen, der die Prinzessin befreit?“


Sonntag, 28.09.2008, 18:48
Die Art und Weise wie sie vor ihrem Kleiderschrank steht, so fragend und suchend nach dem einen Teil, das sie auf dieser Party heute abend unwiderstehlich aussehen lässt. Ich könnte ihr stundenlang dabei zusehen. Ich hab keinen Stress und keine Hektik, denn alles was ich will, steht hier so wunderschön vor mir. Und wenn sie dann aus dem Badezimmer kommt und drei Schritte vor mir stehen bleibt, um sich langsam zu drehen und mich dann auffordernd anzusehen, dann zwingt sich mich mit dieser einfachen Geste in die Knie. Wenn sie den Raum betritt, dann erhellt er sich bis in die letzten Winkel, sie strahlt das aus, was man unter Hunderten nur einmal findet. Sie bewegt sich so leicht und unbekümmert als würde sie schweben. Ich weiß, dass sich alle denken, was will so eine wunderschöne Frau, die jeden haben könnte, ausgerechnet mit einem Mann wie mir, mit einem, der so unauffällig ist, kein Draufgänger, vom Aussehen her reiner Durchschnitt. Ich weiß auch nicht, was sie an mir findet, aber ich bin überglücklich, dass sie es gefunden hat und ich danke ihr jeden Tag dafür. Jeder Mann auf dieser Party ist eifersüchtig auf mich, weil sie gern an meiner Stelle wären und jede Frau ist eifersüchtig auf sie, weil sie gerne so einzigartig wären wie sie. Und wenn ich so alleine an einem Tisch stehe, dann kommen sie zu mir und versuchen mich auszuhorchen, wie ich es schaffe, dass sie jeden Morgen neben mir aufwacht. Es fühlt sich so gut an, dass sie mich um etwas so Wunderschönes wie sie beneiden und gleichzeitig macht es mir auch Angst. Es macht mir Angst, dass sie vielleicht eines Tages doch nicht mehr an meiner Seite aufwacht, sondern an einer von deren, die ihr wahrscheinlich so viel mehr bieten könnten als ich. Dann suche ich ihre Blicke quer durch den Raum und als ich sie einfange, merke ich, dass sie schon die ganze Zeit über auf mir ruhten. Und dann weiß ich, sie kann in mir etwas sehen, was andere nicht sehen, und das, was sie sieht, will sie niemals wieder missen. Dieses Mädchen da drüben gehört nur mir.

(inspiriert von eric claptons wonderful tonight)


Sonntag, 28.09.2008, 18:44
Wieso hast du aufgehört Fragen zu stellen? Wann hast du damit aufgehört? Und vor allem warum hast du damit aufgehört? Bist du nicht mehr neugierig? Nicht mehr wissbegierig? Es kann doch nicht sein, dass du Angst vor den Antworten hast... oder doch? Hast du Angst, dass jemand das antwortet, was du befürchtest... Angst, deine Traumwelt zu zerstören, wenn du die Wahrheit erfährst? Ja, das ist es nicht wahr? Genau das. Ich bin zumindest ziemlich dicht dran, richtig?! So warst du doch früher nicht, war dir doch immer egal, was dir die Leute geantwortet haben, aber du hast aufgehört sie zu fragen. Sag mir heiß oder kalt... du hast Angst, dass sie dir deine Illusionen von einem perfekten Leben zerstören. Wird warm nicht wahr..? Du fragst nicht: „Hast du Zeit für mich morgen“, weil du Angst hast, die Antwort ist nein, kein: „Wo warst du gestern“, kommt mehr über deine Lippen, weil du Angst hast, man sagt dir, bei jemand anderen gewesen zu sein und von jemanden gar wissen zu wollen, ob er dich liebt, ist schon ein zu utopischer Gedanke, das passiert dir nie wieder, wird schon heiß nicht wahr... ? Du glaubst, du kannst dich auf diese Weise vor Verletzungen schützen, wenn du die Wahrheit nicht weißt. Das heißt aber nicht, dass du nicht darüber nachdenkst, wahrscheinlich sogar noch viel mehr, tut doch genauso weh, oder nicht... oder mehr? Du willst die Wahrheit nicht sehen, nicht hören und schon gar nicht wissen, versteckst dich in deiner Scheinwelt, ob das gut ist? Wer sagt, dass die Wahrheit immer weh tun muss, nur weil sie ein oder zweimal weh tat? Vielleicht antwortet jemand beim nächsten mal: „Ja, ich komm morgen gern zu dir“ oder „Ich war gestern nur zuhause und hab an dich gedacht“, könnte doch sein, und vielleicht antwortet jemand auch einmal, dass er dich liebt und das ist ein gutes Gefühl, doch gibst du niemanden die Chance dazu, wirst du es nie hören, also fang wieder an Fragen zu stellen, mir, dir, jeden, der dir was bedeutet.


Sonntag, 28.09.2008, 18:39
Arm im Arm schlendern wir, als ob es das Normalste wäre auf der Welt, als ob wir ein Paar wären, das das jeden Tag tut. Die Leute, die uns sehen, sehen nur zwei junge verliebte Leute, kann sein, wir sind jung, sind wir verliebt? in einander? Wir reden nicht darüber, die Zeit ist viel zu kostbar, haben nur diesen einen Tag, dann bist du wieder hunderte von Kilometern von mir weg, aus den Augen, aus dem Sinn, schön und easy wär’s, aber das spielt's nicht. Wir wissen beide, dass unsere Sache nur ein kurzes Gastspiel ist, aber wir reden nicht darüber, wir wollen uns die schöne Zeit dadurch nicht vermiesen lassen. Ich erzähl dir nichts von den verschiedenen Typen, mit denen ich zur Zeit was laufen hab, auch nicht, dass ich da schon viel zu weit gegangen bin, und du erzählst mir nichts von deiner Freundin die daheim auf dich wartet, es ist wie ein geheimer unsichtbarer Pakt, den wir geschlossen haben, um uns gegenseitig nicht zu verletzten. Unehrlich, vielleicht oberflächlich, aber auch irgendwie schön, so als wäre alles in Ordnung. Als wir gemeinsam quer durch Wien spazieren gingen, dachte ich mir, dass wenn uns die Leute ansehen, ein Paar sehen, vollkommen fremde Leute gaben uns damit die Chance, die wir uns selbst nicht gaben. Es war wie eine Flucht nach vorne, die Flucht vor der Realität, für diesen einen Tag bauten wir unsere eigene Realität. Doch wie jeder Tag ging auch dieser wieder vorbei, der Abschied, kein richtiger, keiner sagte auf Wiedersehen. Die Abschiedsfloskeln mit Metaphern nur so vollgestopft, weil keiner klar das sagen wollte, was zu sagen gewesen wäre. Ich glaub ich hab irgendwas kaputt gemacht, nicht damals und auch nicht heute, aber irgendwann dazwischen.
Die Zeit heilt alle Wunden, angeblich, ich glaub sie meinen nur, dass man mit der Zeit vergisst, darin bin ich absolut nicht gut, weil ich alles dafür gebe, um Dinge, Ereignisse und Menschen, die mir wichtig waren nicht zu vergessen. Das bedeutet aber dann auch, dass es immer weh tun wird, es gibt für alles einen Preis.


Sonntag, 28.09.2008, 18:32
Warst in Schweiß gebadet, hattest auch schon einen gewissen Alkoholpegel intus, der dir den nötigen Mut gab mich an der Hand zu nehmen und hilflos auf mich einzureden. Du bekamst, nach vier Jahren auf einmal die Panik, ich könnte für immer verschwinden. hast mich festgehalten und wolltest mich nicht gehen lassen, dein verzweifelter Blick und deine Unruhe hatte mich angesteckt, ich konnte nichts mehr ändern, ich kann Dinge die geschrieben sind nicht umschreiben, ich wünschte ich hätte die Macht dazu. Es war uns scheiß egal was alle anderen über uns dachten, als sie uns so stehen sahen, als ich dein Gesicht in meine Hände nahm und versuchte dich zu beruhigen, du warst absolut außer Kontrolle geraten und wolltest auch gar nicht ruhig werden, du hast meine Hände gegen dein nasses Hemd gedrückt und ich konnte deinen viel zu schnellen Herzschlag spüren. Ich fühlte mich hilflos, war es immer gewohnt, mit meinem Pokerface an sowas ran zu gehen, aber du warst viel zu offen und hast geradewegs auf mein Herz eingeredet, unmöglich cool zu bleiben. Wir wünschten uns wohl die Sonne würde erlöschen, dass der nächste Tag nicht dämmern würde, diese paar Stunden waren zu intensiv für so kurze Zeit. Als ich in diesem verfluchten Taxi saß, das mich soweit von dir wegbringen würde, sah ich dich stehen, wie einen gebrochenen Mann, der nicht verstand was passiert. Die nächsten paar Tage waren die Hölle.
War das ein Spiel? Wer hat verloren? Du oder ich? Gibt es Gewinner? Ich bin nicht ins Ziel gekommen, hab nicht das erreicht was ich wollte, du? ich hab mich bei einer Weggabelung vielleicht falsch entschieden und irre jetzt irgendwo im Kreis herum. Vielleicht gibt es da ein neues Ziel oder einen Geheimgang, hab‘s noch nicht raus. Kann sein, das ich das Spiel wohl nie gewinnen werde, aber ich hab auf den, komplizierten, steinigen und bestimmt nicht immer einfachen, weg einiges gelernt und auch etwas gewonnen. Ich hab, wenn vielleicht auch nur für kurze Zeit, Das Gefühl gewonnen für jemanden, der mir wichtig ist, ebenfalls wichtig zu sein. Vielleicht war’s doch nur ein fake, aber dieses gute Gefühl war da und kann mir keiner mehr nehmen, Spiel hin, Spiel her!


Sonntag, 28.09.2008, 18:29
Er hat ja schon wieder verspätung, jede Woche das gleiche, mindestens zwanzig Minuten verspätet, würde ich mir nicht bieten lassen, aber ich werde ja ohnehin nicht in diese Lage kommen, weder würde ich fortfahren, noch ankommen, noch jemanden abholen....am Bahnsteig vier kommt der Zug aus Rom, wenn ich mich beeile schaff ich’s noch, nichts vertreibt die Zeit mehr, als die Menschen beim Ankommen in einer fremden Stadt zu beobachten und da kommen sie auch schon. Es ist eine wunderschöne Sprache, ich hätte sie lernen sollen als ich die Chance dazu hatte, jetzt ist es auch schon zu spät. Wie sie ihre Koffer schleppen und geschäftig tun und mich gar nicht beachten, keinen Blick verschwenden sie an mich, warum auch, Penner sehen sie in ihrer Heimat sicherlich genug, da sind sie nicht auch noch im Ausland wild drauf einen zu sehen. Aber das ist mir nicht neu, die Leute wollen so einen Schandfleck wie mich nicht sehen, wenn ich im Bahnhofsgebäude unterwegs bin um etwas zu essen zu suchen, drücken sie mir ja auch nur schnell eine Semmel von gestern oder einen Euro in die Hand, um mich nur ja schnell wieder los zu sein. Es wird sich nicht mehr ändern, weil ich mich nicht mehr ändern kann und die Anderen ja sowieso nicht. Wenn die nur wüßten, dass ich früher genau wie sie war, in einen Zug stieg und einfach fortfuhr und sogar dafür bezahlte, eine Frau hatte, einen Job. Das Schicksal kann sich so schnell gegen einen schlagen, aber daran denken sie gar nicht, sie steigen einfach ein und fahren weg und mich lassen sie hier in diesem kalten Bahnhofsgebäude. Irgendwann mal, vielleicht schon morgen oder übermorgen werde ich nicht mehr die Augen aufmachen, und die Flut wird immer noch kommen und gehen, im Radio werden sie immer noch Musik spielen, Sommer und Winter werden sich immer noch abwechseln, die Leute, sie werden immer noch wegfahren und ankommen, sie werden immer noch lachen, sie werden immer noch weinen, und sie werden mir immer noch aus dem Weg gehen...die Erde, sie wird sich immer noch weiter drehen ohne mich, obwohl sie doch stehen bleiben müßte, wenn ich die Augen nicht mehr öffne.


Sonntag, 28.09.2008, 18:24
Ich sitze hier, wie jeden abend ab fünf Uhr in meinem Schaukelstuhl, seit Jahren, seit mein Mann gestorben ist vor vielen Jahren, oft habe ich Angst ihn zu vergessen, wenn ich mich anstrengen muss, um mich an ihn zu erinnern, wie er aussah, wie er roch, wenn er nach Hause kam und wie fest er zuschlug. Nach seinem Tod sagten viele, ich soll doch froh sein ihn endlich losgeworden zu sein, aber die wissen nicht wie schlimm es ist allein zu sein und jeden Abend ab fünf im Schaukelstuhl zu sitzen und der großen Uhr zu lauschen, wie sie die letzten Stunden meines Lebens unbarmherzig, unüberhörbar und unaufhaltsam schlägt. Ich höre dieses Ticken auch wenn ich gar nicht mehr im Zimmer bin, es ist in meinem Kopf wie eingebrannt, immer wieder höre ich es ticktackticktack.... es geht nicht mehr weg. Oft habe ich Angst, was wenn dieses Ticken auf einmal aufhört... So sitze ich hier jeden Tag ab fünf, meist so bis halb acht, dann erhebe ich mich, all meine Glieder sind steif geworden, nicht nur einmal kam ich zu Sturz nachdem ich mich vom Schaukelstuhl erhob auf dem ich jeden Tag sitze ab fünf. Bis zum heutigen Tag gab es nur zwei Tage an denen ich verhindert war im Schaukelstuhl zu sitzen ab fünf, der eine war der Tag nach dem Tod meines Mannes, ich hatte einen Nervenzusammenbruch und musste zumindest den einen Tag das Bett hüten und an den anderen Tag war ich bei dem Begräbnis meiner besten und einzigen Freundin. Ihr Begräbnis war sehr spät angesetzt, sehr seltsam für eine Beerdigung, aber sie war ja schon immer etwas eigen, musste immer hervor stechen ich stand immer nur in ihrem Schatten, anfänglich redete ich mir ein, es macht mir nichts aus und als ich merkte, dass es mir doch etwas ausmachte, hatte ich einfach große Angst sie zu verlieren, sie war die Einzige die sich mit mir abgeben wollte... und jetzt bin ich also ganz allein und deshalb sitzte ich hier in meinem Schaukelstuhl jeden Tag ab fünf und denke über meine Vergangenheit nach, über das Wertvollste was ich noch besitze und was mir keiner nehmen kann, ich lausche meiner geliebten Uhr das einzig Unvergängliche .......... ticktackticktacktickta –